Mein Jahresrückblick auf 2025
- Eva Heinz-Zentgraf

- 18. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit

Der Dezember ist für mich immer ein Monat des Innehaltens. Kein Jahresabschluss ohne Rückschau, ohne ein bewusstes Zurückblicken auf all das, was war, was nicht war, und vor allem auf das, was daraus entstehen durfte.
Denn: Auch dieses Jahr kam vieles anders als gedacht.
Nicht nur in der Welt da draußen, sondern auch in meiner kleinen Unternehmerinnen-Welt hat sich 2025 von seiner wilden, aber auch sehr lehrreichen Seite gezeigt. Man könnte sagen: Das Leben hat wieder einmal einen eigenen Stundenplan gemacht.
Und ich habe mitgeschrieben: Mit Füller, Korrekturroller und einer ordentlichen Portion Optimismus.
Hier mein Jahresrückblick 2025
Was ist 2025 passiert? Und wie ging es mir dabei?
Zu Beginn des Jahres war alles gut vorbereitet. Die Kurse standen, die Themen waren sortiert, die Termine sicher. Ich war – wie man so schön sagt – on track. Aber dann… ja, dann kam der Wandel.
Und mit ihm: Absagen, Umstrukturierungen, und diese eine Frage:
"Wie geht’s jetzt weiter?"
Denn wirtschaftlich war 2025 für viele kein einfaches Jahr – und auch meine Kurswelt blieb davon nicht unberührt. Teilnehmerzahlen gingen zurück, Budgets wurden eingefroren, Entscheidungen hinausgezögert. Als Selbstständige kann einem da schon mal die Puste ausgehen. Aber – und das wissen viele von Ihnen: Ich stecke den Kopf nicht in den Sand.
Ich kremple lieber die Ärmel hoch. 💪
Ich habe Formate angepasst, neue Themen entwickelt, Altes losgelassen und mich einmal mehr ein Stück weit neu erfunden.
Und genau DAS macht für mich Unternehmertum aus: Nicht stehenbleiben. Nicht klammern. Sondern mitgehen, weiterdenken und selbst gestalten.
Was hat mich glücklich gemacht?
Trotz aller Herausforderungen gab es so viele berührende Momente in meinen Seminaren und Kursen. Menschen, die mir begegnet sind – mit all ihren Fragen, ihrem Mut, ihrer Offenheit.
Und ja, manchmal auch mit ihren Zweifeln.
Ein besonders schöner Moment war das Feedback einer Teilnehmerin, die mich nach einem Seminar umarmte und sagte: "Durch Sie habe ich wieder Mut gefasst. Nicht nur für die Prüfung, sondern fürs Leben."
Solche Sätze sind für mich pures Weihnachtsgold. ✨
Auch privat war 2025 ein echtes Feuerwerk der Ereignisse – und zwar von der schönsten Sorte:
Taufe, Kommunion, Firmung und Hochzeit. Und das alles in einem einzigen Jahr.
Es war laut, bunt, vollgepackt mit Freudentränen. Mein Mann Uwe und ich mittendrin ❤️
Viele dieser besonderen Momente haben sich leise, fast nebenbei, in mein Herz geschlichen:
Das Makramee-Basteln mit unseren Patenkindern – bei dem es am Ende mehr Knoten im Garn als in den Nerven gab (und das ist durchaus ein Erfolg!).
Oder der Paris-Urlaub mit meinen Nichten – ein kleines Abenteuer zwischen Croissants, Eiffelturm, Taxi-Fahrten und ganz großen Momenten.
Und selbst Dinge, die auf den ersten Blick wenig mit Freude zu tun hatten, durften wir verwandeln.
Ein notwendiger Arztbesuch in Hamburg zum Beispiel wurde kurzerhand zum Mini-Städtetrip – mit einem Abend in der Elbphilharmonie als krönendem Abschluss. Musik, Licht, ein gemeinsames Glas Wein danach – und plötzlich war der Tag mehr Geschenk als Pflichttermin.
Solche Erlebnisse erinnern mich immer wieder daran, worauf es wirklich ankommt:
Gemeinsame Zeit.
Und der Wille, auch im Alltäglichen das Besondere zu sehen.
Was hat mich wachsen lassen?
Eindeutig: die Situationen, die mich herausgefordert haben.
Zum Beispiel eine Kursabsage, die mich kurzfristig finanziell ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Meine erste Reaktion? Durchaus emotional. Meine zweite? Eine Excel-Tabelle. 😉
Ich habe analysiert, umgeplant, Kontakte aktiviert. Und was soll ich sagen? Am Ende ist nicht nur eine neue Kursreihe entstanden, sondern ich habe sogar noch eine Zielgruppe neu entdeckt. Manchmal braucht es den Schubs von außen, um innere Ressourcen neu zu entdecken.
Was nehme ich aus diesem Jahr mit?
Weniger ist mehr
Ich darf wählerisch sein – bei Aufträgen, Ideen und Anforderungen. Nicht alles, was an mich herangetragen wird, muss auch zu mir passen. Es ist in Ordnung, Prioritäten zu setzen und mit der eigenen Energie achtsam umzugehen. Und manchmal ist ein klares „Nein“ das liebevollste „Ja“ zu sich selbst.
Pausen sind Kraftquellen
Gerade weil mein Arbeitsalltag meist bis in die späteren Abendstunden reicht, habe ich mir angewöhnt, mittags ganz bewusst innezuhalten. Ob beim Kochen, beim Spazieren oder mit einer Tasse Tee in der Hand – es sind diese kleinen Auszeiten, die mir neue Kraft schenken und mich zentrieren.
Nicht alles liegt in meiner Hand – und das ist okay
Ich darf lernen, loszulassen. Manche Dinge kann ich nicht beeinflussen, egal wie sehr ich mich bemühe. Akzeptanz ist kein Aufgeben, sondern ein Akt der Selbstfürsorge. Manchmal ist es heilsam, einfach anzunehmen, was ist.
Und was war sonst noch wichtig?
Ich freue mich auf die ruhigen Tage. Auf Weihnachtslieder, Plätzchenduft, Lichterglanz. Auf das Einpacken der Geschenke und unsere gemeinsame Tradition: den Weihnachtsbaum schmücken mit meinem Mann.
Und ich freue mich auf das neue Jahr.
Nicht, weil ich glaube, dass dann alles besser wird. Sondern, weil ich weiß: Ich bin bereit. Für Wandel und Wachstum. Für das, was kommt.
Quintessenz
Das Jahr 2025 war zweifellos herausfordernd. Und doch bin ich daran gewachsen. Gerade als Selbstständige habe ich wieder einmal erlebt, wie sehr der Wandel zum unternehmerischen Alltag dazugehört.
Struktur hilft mir, den Überblick zu behalten. Aber es ist das Herz, das mir die Richtung vorgibt. Rituale und Pausen sind für mich keine netten Extras, sondern echte Kraftquellen, ohne die nachhaltiges Arbeiten gar nicht möglich wäre.
Dazu gehört eben auch der Jahresrückblick.
Und schließlich durfte ich lernen: Nicht jeder Plan muss auf Anhieb aufgehen.
Manchmal entpuppt sich gerade Plan B als der viel bessere Weg 💖



