Kurzarbeitergeld in Corona-Zeiten

Heute gibt es wichtige Informationen zum Thema Kurzarbeitergeld (KUG)┬á­čĺí┬áund dessen Folgen in der kommenden Einkommensteuerveranlagung!

Als Arbeitnehmer in Kurzarbeit erh├Ąlt man vom Staat 60% (bzw. 67% mit mindestens 1 Kind) des letzten Nettoentgelts, bei l├Ąngerer Bezugsdauer wird dieser Betrag auf bis zu 80% (bzw. 87% mit mindestens 1 Kind) erh├Âht. Die Aufstockung durch den Arbeitgeber soll bis zu einer H├Âhe von 80% des Gehalts nun steuerfrei bleiben gem├Ą├č ┬ž 3 Nr. 28a EStG.┬á

 

Dies war bisher nicht so! Bisher wurde die Aufstockung durch den Arbeitgeber als steuerpflichtiger Arbeitslohn behandelt. 

 

Die Regelung der Steuerfreiheit f├╝r die Aufstockungszahlungen ist bislang befristet bis 31.12.2020.

 

Schon jetzt müssen auf die Aufstockung bis zu 80% des Bruttogehalts keine Sozialabgaben gezahlt werden. Die Existenz von steuerpflichtigen wie auch steuerfreien Einkünften innerhalb eines Jahres führen zu einem Anwendungsfall des Progressionsvorbehalts.

 

Nun die Frage - wann genau kommt es zu einer Anwendung des Progressionsvorbehalts?

Viele staatliche Sozialleistungen sind steuerfrei wie: 

- Arbeitslosengeld I,

- Elterngeld,

- Mutterschaftsgeld und Zuschuss zum Mutterschaftsgeld,

- Kurzarbeitergeld (KUG),

- Aufstockungsbetr├Ąge des Arbeitgebers zum KUG,

- Insolvenzgeld,

- ├ťbergangsgeld f├╝r Behinderte,

- Krankengeld,

- Verletztengeld,

- Entsch├Ądigungen f├╝r Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz,

- Aufstockungsbetrag bei Altersteilzeit und bestimmte im Ausland erzielte Einkünfte. 

 

Die Aufz├Ąhlung ist abschlie├čend. Das hei├čt: Alles, was nicht aufgef├╝hrt ist, wie beispielsweise Arbeitslosengeld II, steht nicht unter dem Progressionsvorbehalt.┬á

 

...und nun das Kuriose: Diese steuerfreien Eink├╝nfte k├Ânnen dennoch die eigene Steuerlast erh├Âhen!┬á­čžÉ

Das liegt am Progressionsvorbehalt: Einnahmen, die ihm unterliegen, werden zur Berechnung des eigenen progressiv steigenden Steuersatzes herangezogen, wobei die Einkommensersatzleistungen selbst nicht besteuert wird.

 

Aber f├╝r das ├╝brige steuerpflichtige Einkommen muss dann m├Âglicherweise ein h├Âherer Steuersatz gezahlt werden.